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TSV Pfungstadt Handball Meister

Niederlage in Maintal

Von • Montag 27 Sep 2010 • Kategorie: Aktive, Erste

Der letztjährige Oberligist und Mitabsteiger aus der vierthöchsten Spielklasse erwies sich am Samstag als der erwartet schwere Gegner und schlägt den TSV Pfungstadt mit 32:25.

Als die beiden Mannschaften am letzten Spieltag der vergangenen Oberligasaison zuletzt aufeinandertrafen, rechnete wohl keiner der Beteiligten damit, dass man sich wenige Monate später in der Landesliga wiedersehen würde. Damals ging es in einem dramatischen Alles-oder-Nichts-Spiel in der Großsporthalle Pfungstadt um Abstieg oder Klassenerhalt nach dem Motto: the winner takes it all! Da sich die beiden Mannschaften jedoch mit einem Unentschieden trennten, hatten die dahinter platzierten und fast schon als sicherer Absteiger feststehenden Heuchelheimer plötzlich die Chance, mit einem Auswärtssieg in Reinheim an Pfungstadt und Maintal vorbeizuziehen. Reinheim zeigte im entscheidenden Spiel wenig Gegenwehr,  Heuchelheim gewann und so musste neben Maintal auch Pfungstadt den Gang in die Landesliga antreten.

Vor der Partie am Samstag hatte die HSG bereits zwei Siege in zwei Spielen eingefahren, Pfungstadt hatte im Auftaktspiel am vergangenen Wochenende die ersten beiden Punkte gegen die Spielgemeinschaft aus dem Odenwald sichern können. So ausgeglichen, wie die Begegnungen zwischen Maintal und Pfungstadt in der Oberliga in der letzten Saison verlaufen waren, begann auch die Partie am Samstag. Den etwas besseren Start erwischten dabei die Gäste aus Pfungstadt, schlossen die ersten Angriffe erfolgreich ab und lagen nach kurzer Zeit 3:1 in Front. Angetrieben von den wie gewohnt zahlreichen und lautstarken Maintaler Fans gelang der Heimmannschaft jedoch bald der Ausgleich. Der TSV legte zwar immer wieder vor, konnte sich jedoch nicht absetzen und geriet beim 7:6 erstmals in Rückstand. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt war auffällig, dass die Maintaler über Kreisanspiele und druckvolles Durchstoßen viel einfacher zum Torerfolg kam, als der TSV, der sich gegen die sehr defensiv aufgestellte Maintaler Deckung sehr schwer tat. Zwar kam Rückraumspieler Schöber aus der Distanz zu einigen Treffern, doch es blieb insgesamt meist bei Einzelaktionen, die die Maintaler Defensive nicht wirklich in Schwierigkeiten bringen konnten. Trotzdem hielt der TSV bis zur Pause gut mit, auch weil Außenspieler Popielarski bei den Würfen vom Siebenmeterpunkt keine Nerven zeigte.

Nach dem 16:14-Pausenstand  baute die HSG Maintal ihre Führung in Durchgang zwei langsam aber beharrlich aus. Der TSV Pfungstadt lag stets 3-4 Tore zurück und fand keinen Anschluss, da die Angreifer der HSG immer wieder zum Tore werfen eingeladen wurden und diese Einladungen auch dankend annahmen. Vor allem Rückraumspieler Lenort hatte mit 11 Treffern (6 Siebenmeter) großen Anteil am Erfolg der Maintaler. Es war auch keine Hilfe für die Pfungstädter, dass das Schiedsrichtergespann in der zweiten Halbzeit jeden Siebenmeterpfiff gegen den TSV mit einer Zeitstrafe kombinierte. Als die Mannschaft von Trainer Nowak daraufhin mehrere Minuten am Stück mit vier Feldspielern agieren musste, konnte sich die HSG erstmals mit 5 Toren absetzen und baute den Vorsprung in den letzten Minuten auf 7 Tore aus, gewann am Ende mit 32:25. Verloren wurde das Spiel für den TSV in der Abwehr: Die HSG bekam insgesamt 10 Siebenmeter zugesprochen. Jedoch nicht weil der TSV besonders hart verteidigte, sondern weil die Abwehr zu behäbig war, die Lücken nicht zuschob und immer einen Schritt zu spät kam.

Die HSG Maintal unterstreicht mit dem dritten deutlichen Sieg ihre Ambitionen auf den direkten Wiederaufstieg. Der TSV muss leider schon im zweiten Spiel in der Landesliga die erste Niederlage einstecken und ist in den nächsten Spielen gefordert, um den Rückstand auf den Spitzenreiter nicht schon jetzt noch größer werden zu lassen. Am nächsten Spieltag, den 03. Oktober, empfängt Pfungstadt um 18 Uhr den HSV Götzenhain, der nach drei Niederlagen am Ende der Tabelle steht.

Für den TSV trafen:

Schöber 6, Popielarski 6/4, Kübler 4, Hinkel 3, v. Stein 2, Jagla 2, Jürges 2

Von Jochen Müller

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