Rädchen
TSV Pfungstadt Handball Meister

Die Zwodd schlägt sich selbst

Von • Montag 03 Dez 2018 • Kategorie: Aktive, Zwodd

Durch Undiszipliniertheiten vor allem im ersten Durchgang schwächte sich der TSV Pfungstadt II so sehr, dass die Aufholjagd in der zweiten Halbzeit durch starke 20 Minuten nicht ausreichten, um die 26:31-Niederlage (11:16) gegen die HSG Weschnitztal zu verhindern.

Nach der 20:26-Niederlage bei der TGB Darmstadt am vergangenen Samstag stand für die Zwodd im Kellerduell gegen die HSG Weschnitztal ein sprichwörtliches“Vier-Punkte-Spiel“ auf dem Plan. Gegen die punktgleichen Gäste war ein Sieg Pflicht, wenn man den ersten Schritt aus dem Tabellenkeller machen wollte.

Zwar konnte Trainer Sergej Rybakov an diesem Nachmittag seit langer Zeit im Rückraum personell wieder aus dem Vollen schöpfen, doch die mangelhafte Trainingsbeteiligung und die Verunsicherung aus den letzten Partien ließ sich nicht so einfach abschütteln. Gegen die 5:1-Formation der Gäste aus dem Odenwald tat sich der TSV II entsprechend schwer. In der Chancenvorbereitung aber auch bei der Chancenverwertung war noch deutlich Luft nach oben. Trotzdem verlief die Begegnung bis zur 13. Minute ausgeglichen (4:4). Dann folgten gut zwei Spielminuten, die den Verlauf der ersten Halbzeit, möglicherweise der gesamten Partie entscheiden sollten: Die Zwodd kassierte hintereinander eine Zeitstrafe wegen Foulspiels, eine doppelte Zeitstrafe wegen Meckerns und eine diskutable Disqualifikation mit Bericht. Diese acht Strafminuten sorgten nicht nur für eine unnötig hitzige Atmosphäre, sondern warfen die Rybakov-Sieben auch aus der Bahn. Während die Pfungstädter Reserve in der Folge mehr mit sich selbst beschäftigt war, baute Weschnitztal über 4:7, 6:10 und 9:14 eine komfortable Führung bis zur Pause auf.

Wieder stand sich die Zwodd im ersten Durchgang vor allem selbst im Weg und wieder zeigte der TSV II nach dem Wechsel welchen Handball die Mannschaft eigentlich zuspielen in der Lage ist. Denn mit dynamischen Auftaktaktionen aus dem Rückraum startete die Rybakov-Sieben die Aufholjagd und schaffte nach knapp sieben Minuten den Anschluss zum 16:17. Es folgte die moralisch und kämpferisch beste Phase der Zwodd, aber man verpasste es, sich für den großen Kraftaufwand auch zu belohnen.Denn Weschnitztal fand immer wieder eine Lücke in der TSV-Deckung und auf der Gegenseite ließen die Hausherren auch beste Möglichkeiten ungenutzt. So blieb die HSG bis zur 43. Minute mit 20:22 in Front. Ähnlich wie im ersten Durchgang folgten nun wieder wenige Minuten, die die Halbzeit entscheidend beeinflussen sollten: Trotz Überzahl gelang der Zwodd zwei Minuten kein Treffer. Im Gegenzug trafen die Gäste zunächst doppelt zum 20:24, der TSV II kassierte eine Zeitstrafe und Weschnitztal netzte erneut doppelte zum 20:26 ein (50. Minute). Diesen Rückstand sollte die Zwodd nicht mehr aufholen können. Dafür war der Kräfteverschleiß, aber auch die Fehlerquote in Angriff und Abwehr zu hoch. Am Ende musste man sich der HSG Weschnitztal mit 26:31 geschlagen geben.

Der TSV II brachte sich vor allem selbst durch unnötige Fouls und Disziplinlosigkeiten früh aus dem Tritt. Hinzukamen eine zu hohe Fehlerquote und schwache Abschlüsse. Aber auch das Schiedsrichtergespann sorgte mit dem ungleichmäßig hohen Einsteigen in die Progressionsreihe auf beiden Seiten (1 gelbe Karte und 18 Strafminuten zu 3 gelben Karten und 6 Strafminuten) für eine unnötig hitzige Atmosphäre. Weschnitztal fand sich damit besser zurecht, agierte mit kühlerem Kopf, machte weniger Fehler und ging dadurch letztendlich verdient als Sieger von der Platte.

Am kommenden Sonntag muss die Zwodd auswärts beim Tabellenführer SKV Mörfelden antreten. Auch wenn die Trauben dort sicherlich sehr hoch hängen werden, so kann der TSV II zumindest ohne großen Druck aufspielen.

Für die Zwodd spielten: Yannick Hassenzahl, Alexander Fröhlich, Daniel Jankovic, Sven Städtler (6), Robin Meise (2), Felix Meise (2), Jonas Feldmann (3), Nils Agte, Ben Feldmann (3), Max Engelhardt (4), Niclas Büscher (1), André Mees, Philipp Ewald und Marvin Stein (5)

Spielfilm: 3:2, 4:3, 4:5, 6:8, 9:14,(11:16), 14:16, 18:20, 20:22, 20:26, 22:28; 26:31

Von Kai

ist Betreuer und Autor der 2. Mannschaft
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